Modetrends der 40er Jahre

Mode in den 40er Jahren

Die 40er Jahre waren geprägt von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den Entbehrungen der Nachkriegszeit, in der es galt, sich langsam zu erholen, wieder auf die Beine zu kommen und die Verhältnisse, soweit möglich, zu normalisieren.
Insofern ist es nicht zu verwundern, dass sich auch die Mode nur langsam etablierte und vor allem zu Beginn der 40er Jahre noch stark an den vorherrschenden Trends der 30er Jahre orientierte, die gerade im Bereich der Damenmode auf Femininität gesetzt hatte.

Modeentwicklung in den 40ern

Trotz der Ressourcen- und Materialknappheit gelang es dennoch, auch in der Nachkriegszeit Innovationen zu etablieren und sich einen Namen zu machen, und das Ende der 40er Jahre verzeichnet die Gründung eines Modeimperiums, das sich einen großen Namen gemacht hat und bis heute auf den Laufstegen in Berlin, New York, Mailand und Paris mit seinen unnachahmlichen Kreationen zu bezaubern weiß: Christian Dior, international bekannter und erfolgreicher französischer Modedesigner, gründete das Modeimperium Dior und stellte 1947 seine erste Kollektion vor, die es allerdings erst mit dem Wirtschaftsaufschwung der 1950er Jahre nach Deutschland schaffte.

Herrenmode in den 40ern

Die Entwicklung von Trends im Bereich der Herrenmode kam nach dem Krieg nur langsam wieder in Gang, jahrelang hatten die Männer nichts anderes benötigt als Uniformen. In den Jahren nach dem Krieg fand allerdings dann der Sakkoanzug wieder Eingang in die Kleiderschränke der Herren, der bereits in den 30er Jahren ein beliebtes Kleidungsstück gewesen war. Im Gegensatz zum vorigen Jahrzehnt diente dieser jedoch nicht als alltagstauglicher Anzug, sondern wurde festiven Gelegenheiten angepasst und gesellschaftsfähig gemacht. In den kälteren Monaten trugen die Herren gerne elegant wirkende Mäntel mit Pelzbesatz am Kragen, die Hutfrage wurde eher schlicht gelöst: im modischen Trend lag ein schlichter Filzhut. Während für festliche Anlässe der Sakkoanzug elegante Erfolge feierte, wurde die Alltags- und Freizeitkleidung zunehmend legerer und innovativer. Die Blue Jeans feierte ihren Siegeszug im Nachkriegsdeutschland, eingeführt durch die amerikanische Besatzungsmacht. Entsprechend der modischen Innovation trug Mann dazu gerne bunte gemusterte Hemden.

Damenmode in den 40ern

Dieselbe Stagnation wie bei den Herren war auch im Bereich der Damenmode zu verzeichnen, Stoffe und Materialien waren knapp, weshalb vieles selbstgeschneidert wurde. Nach einer gewissen Zeit der Rehabilitation jedoch wurde der modische Anschluss wieder gefunden. Eng orientiert an den Trends der 30er Jahre setzten die Damen nach wie vor auf Betonung der Schulterpartie durch Schulterpolster, die Röcke jedoch wurden kürzer und umspielten die Knie nur noch leicht, verdeckten sie bisweilen nicht einmal mehr. Im Kontrast dazu trug man jedoch Oberbekleidung eher zugeknöpft, tiefe oder offenherzige Ausschnitte lagen nicht im Geist der Zeit. Besonders beliebt wurden in diesen Jahren weitschwingende Petticoats und, in Verfolgung einer konträren Modelinie, enganliegende Bleistifröcke und Etuiröcke, letztere wurden gern mit enganliegenden Oberteilen kombiniert und betonten so optimal die Silhouette.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)